Ein US-Gericht hat Binance und ihren CEO Changpeng Zhao von Vorwürfen der Terrorfinanzierung freigesprochen. Die Kläger konnten nicht nachweisen, dass die Kryptobörse eine wesentliche Rolle bei den Anschlägen von 2019 in Sri Lanka spielte.
US-Gericht weist Klage gegen Binance und Changpeng Zhao ab
Ein US-Bundesgericht in Washington D.C. hat eine Zivilklage gegen die Kryptobörse Binance und ihren CEO Changpeng Zhao (CZ) abgewiesen. Die Kläger hatten Binance und CZ beschuldigt, durch die Bereitstellung von Dienstleistungen für Terrororganisationen zur Finanzierung von Anschlägen beigetragen zu haben.
Die Kläger, Angehörige von Opfern der Anschläge vom Ostersonntag 2019 in Sri Lanka, hatten argumentiert, dass Binance und CZ für die erlittenen Verluste haftbar gemacht werden sollten. Sie behaupteten, die Kryptobörse habe es Terrorgruppen ermöglicht, Gelder über ihre Plattform zu transferieren.
Das Gericht entschied jedoch, dass die Kläger nicht ausreichend nachweisen konnten, dass Binance und CZ eine wesentliche Rolle bei den Anschlägen spielten oder dass die Börse wusste, dass sie Terroristen unterstützte. Die Richterin Colleen Kollar-Kotelly begründete die Entscheidung damit, dass die Kläger nicht beweisen konnten, dass Binance und CZ "substanziell" zur Begehung der Anschläge beigetragen hatten.
Die Kläger hatten zuvor bereits eine Sammelklage in Kalifornien eingereicht, die jedoch abgewiesen wurde. Sie versuchten daraufhin, den Fall in Washington D.C. erneut aufzurollen, was nun ebenfalls erfolglos blieb.
Binance begrüßte die Entscheidung und betonte, dass sie stets mit den Strafverfolgungsbehörden kooperiere, um illegale Aktivitäten auf ihrer Plattform zu verhindern. Das Unternehmen erklärte, es werde weiterhin alles in seiner Macht Stehende tun, um die Sicherheit seiner Nutzer zu gewährleisten.
Der Fall wirft ein Schlaglicht auf die Herausforderungen, denen sich Kryptobörsen bei der Bekämpfung von Finanzkriminalität gegenübersehen. Während die Branche bestrebt ist, Innovationen voranzutreiben, müssen die Unternehmen auch strenge Vorschriften einhalten und sicherstellen, dass ihre Plattformen nicht für illegale Zwecke missbraucht werden.